vorMITTAG
(12:38)
„es geht“ ... mir auf den geist,
das schaurige geschehen.
von neun bis achtzehnuhr zu stehn, fast untergehn,
im moor der monoton.maroden
auftragsgeistigkeit.
als geistarbeiter, arbeitsgeistig herzuhalten,
im enter-shift-klickklack-korsett
die synonyme durchzuschalten
metaphern – schon gesagtem machtlos trotzend –
festzuhalten,
obwohl ich eigentlich (du wahrscheinlich auch) vielmehr daheim,
mit stift und stachel aufgerüstet,
den eigenen ideen wilden lauf gewährend, statt sich im
stumpfen blick des dauer.weisen chefs bewährend
sein zu müssen, h i e r!, am platz, ein mühe- mehr statt liebevolles wortspektakel zündEnd
das los vielmehr als sinn aus müden fingern raus sich mühsam
winded
die zeitpistole kalt wie kaffee an die heiße
schläfe angesetzt,
die filigranen nervenbahnen, durch die –
s.t.a.k.k.a.t.o.h.a.f.t. – impulse durchgehetzt
dem ich-bin-wer?-bewusstsein schutzlos
ausgesetzt.
doch dann ... am hof.
das trunk’ne holz, die tür, fällt quietschend ins metall.
|| wir ||
ins sein geworfen einst,
und federleicht gelandet
un(d)endlich
auf des glückes weichen daunen.
|| wir sind ||
von welt entzweit,
im hier.
im heut.
im gestern.
|| wir werden sein ||
im morgen.