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FunkenFieber
Bin ich ein Feuer aus Stroh,
euphorische Flammen
die brennen im Zyklus der Gezeiten?
Entfacht im gierigen Sturm
- entwurzelte Bäume, fliegendes Geäst -
von einem einzigen Funken der Verzweiflung,
auflodernder Hoffnung,
das schließlich doch in einem Tal
aus unsichtbarem Grau erstickt?
Oder bin ich ein Feuer aus Honig
das brennt
in einem Windlicht aus gehärtetem Glas
- zerkratzte Scheiben -
den Blick hindurch und tief hinein
zu gleicher Zeit erlaubt?
Ein Feuer, das die Zeit verbrennt,
den allerletzten Raum erhellt
das - man glaubt es kaum -
mit kleinsten Funken
riesige Erkenntnisschneisen gräbt,
und dessen Asche reinigt das was war
und düngt das Alles-Wird-noch-sein?
Durchs dichte
Unterholz
ich fragend mich bewege
und über mir die namenlose Glut zusammenbricht
ein Lotus aus Keramik schützend seine Blätter jetzt
um mich und meine SauerstoffGedanken legt.
Mit vollem Kopf und leerem Magen greife ich
in glühend heiße Distelzweige,
mein Hunger auf das Leben,
- dich und mich -
nach vorne treibt,
such ich im DickichtDunkel
nach den unerforschten Wäldern.
Will essen, immer essen
doch - ich tu es nicht.
Denn Appetit zu stillen gleichsam heißt
zu löschen die fraktalen
Flammen
mit dem Argon der fatalen
TunnelblickEinseitigkeit.
©
2008 Lina Bibaric
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